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Albstadt Die Aufstiegschancen sind eingebaut

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Ziemlich bunt ist das Schulleben an der Walther-Groz-Schule mit dem 50 Jahre alten Wirtschaftsgymnasium, wie diese Kollage der Foto-AG zeigt. Montage: Rodon Foto: Schwarzwälder-Bote

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Ein wichtiger Baustein der Walther-Groz-Schule ist das Wirtschaftsgymnasium, das nun 50 Jahre alt wird und weit interessanter ist als man es von einer Schule vermuten möchte, deren Schüler es dem Klischee nach mit vielen Zahlen zu tun haben.

Albstadt-Ebingen. Mit Aufstieg sei der Besuch der Kaufmännischen Schule Albstadt, der Walther-Groz-Schule (WGS), eigentlich immer verbunden, betont Schulleiter Hans-Jörg Fink und schmunzelt. Nicht nur mit sozialem Aufstieg: Bei sechs Stockwerken "haben wir den Stepper schon eingebaut." Fink und seinen Kollegen Cornelia Moser, Ulrich Rodon und Uwe Rütschle ist anzumerken, dass ihnen die Arbeit an dieser Schule Spaß macht, die zwar schon 104 Jahre alt ist, aber erst seit 1967 ein Wirtschaftsgymnasium (WG) hat. "Das WG ging aus der Wirtschaftsoberschule hervor", erinnert sich Fritz Hoffmann, der 19 Jahre lang den WG-Bereich geleitet hat und 37 Jahre Lehrer an der WGS war.

Als 1967 der Startschuss für die Wirtschaftsgymnasien in Baden-Württemberg gefallen war, war das WG in Ebingen Versuchsschule mit Schülern bis nach Sigmaringen und Hechingen. "Wir hatten lange eine exklusive Stellung in der Bildungslandschaft, und das hat unser Selbstverständnis geprägt", sagt Hoffmann und betont, dass man seit den frühen 1970er-Jahren die allgemeine, nicht nur die fachgebundene Hochschulreife am WG erwerben kann. Prominente Absolventen der kaufmännischen Schule sind der frühere Landrat Heinrich Haasis, CDU-Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß, der frühere Albstädter Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow und sein Nachfolger Klaus Konzelmann, der – als Abiturscherz – die Lehrer mit Traktor und Anhänger durch die Stadt gefahren habe, wie Hoffmann sich erinnert.

Unter den rund 5000 Absolventen seien auch viele Kinder der regionalen Familienunternehmen gewesen, erklärt Fink, wie überhaupt zwei Drittel der Absolventen in "wirtschaftsaffine Bereiche" strebten, also auch Justiz und Verwaltung. Hoffmann ergänzt, "dass die Wirtschaftsfächer heute zur Allgemeinbildung gehören" und er sogar einen Pfarrer kenne, der froh sei, etwas davon zu verstehen.

Uwe Rütschle erklärt das Profil der drei Arten von WG-Klassen: Eine sei Profilfach für allgemeine Volks- und Wirtschaftslehre. Im internationalen Zug werde zum Teil auf Englisch unterrichtet, wofür es ein international anerkanntes Zertifikat gebe, und die Tablet-Klasse von Ulrich Rodon arbeitet viel mit gratis zur Verfügung gestellten Tablet-PCs auf Windows-Basis, weil "der Datenschutz, den wir hier vorhalten müssen, in der Apple-Welt gar nicht darstellbar" sei, wie Rodon betont.

"Heute kopieren viele das Erfolgsmodell WG, und als Kaufleute begrüßen wir den Wettbewerb auf dem Bildungsmarkt", betont Fink, während Rütschle auf das hinweist, was der Schule außerdem Vorteile und Schüler bringt, etwa die Einführungswoche, die zahlreichen AGs, die "Talsperre", die zu den bundesweit erfolgreichsten Schülerzeitungen gehört und großteils von WG-Schülern gemacht wird, der Austausch mit der tschechischen Handelsschule "Obchodnie Akademie Vlašim", viele Exkursionen und Ulrich Rodons Foto-AG. Wichtig ist allen, "dass wir das, was wir ankündigen, auch erfüllen", betont Fink – auch in allgemeinbildenden und musischen Fächern. Rütschle: "Wir haben nicht nur den homo oeconomicus im Blick."

Das Gefälle ist denkbar gering

Was allen gefällt ist das "geringe Gefälle" zwischen Lehrern und den Schülern, die zu Beginn ihrer drei Jahre schon fast erwachsen sind. "Sie sind in einem Alter, in dem sie auch mal einsehen, warum man sie für etwas kritisieren muss", betont Hoffmann, der auch das freundschaftliche Verhältnis zu seinen Kollegen vermisst, seit er im Ruhestand ist. "Außerdem ist diese Schule" – sie wird vom Landkreis getragen – "technisch immer vornedran", wie Rodon betont. "Computer hatten wir sehr früh, und technisch kann man hier viel machen."

Das Jubiläum des WG soll ein Fest für die ganze WGS sein. Daher feiert die Schulgemeinschaft am Freitag, 6. Oktober, ab 19 Uhr im Hof mit geladenen Gästen.   Zum Tag der offenen Tür sind alle Interessierten am Samstag, 10. Oktober, von 9 bis 16 Uhr aufs Schulgelände in der Johannesstraße eingeladen. Das Programm bietet eine Schaubrennerei der Chemie-Schüler, Filme von der Schule und Exkursionen, eine große Tombola, Kleinkunst, Fotoaktionen und eine "Treppensteig-Challenge", nach welcher der Schulsanitätsdienst den Blutdruck misst: Wer den niedrigsten hat, gewinnt. Außerdem werden die Gäste bewirtet.

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