Albstadt Bleibende Orte und bleibende Hilfe

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Selbst Weihbischof Kreidler war bei seinem Besuch (oben) begeistert vom Einsatz der Vinzentinischen Ersthelfer, dem Albstadt den Meditationsgarten und zwei Kunstwerke verdankt. Fotos: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Diakon Michael Weimer blickt gerne in die Zukunft, aber auch in die Vergangenheit. Die der Vinzentinischen Ersthelfer ist jetzt fünf Jahre alt – das soll am Samstag, 3. Dezember, groß gefeiert werden.

Albstadt-Lautlingen. Ihr erstes kleines Jubiläum – das zum fünfjährigen Bestehen – feiern die Vinzentinischen Ersthelfer Albstadt und ihr Initiator und Leiter, Diakon Michael Weimer, von der katholischen Kirchengemeinde am Samstag, 3. Dezember, ab 19 Uhr in der "Schloss-Scheuer" – und zwar mit einem besonderen Gast. Denn es ist Schwester Teresa Zukic von der "Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu" in Weisendorf, die den Festvortrag unter dem Motto "Abenteuer Christ sein" hält. Auch die Musik liegt in guten Händen, nämlich jenen von Kirchenmusikdirektor Rudolf Hendel und der Violinistin Sarah Schuhmacher. Der Eintritt ist frei.

Der Rückblick fällt Michael Weimer leicht, denn die Geschichte der "Vinzentinischen Ersthelfer" ist eine Erfolgsgeschichte. Von Beginn an war es Weimers erklärtes Ziel, die Generationen zusammenzubringen und Bleibendes zu schaffen. Im November 2011 wurde die Gruppe an einem Wochenende in Untermarchtal aus der Taufe gehoben – eine Mehrgenerationen-Gruppe, welche die zahlreichen "Vinz-Begleiter" ausmachen: Jeder bringt seine Kenntnisse und Fähigkeiten ein. Dass die Ergebnisse ankommen, zeigen die Förderbeiträge wohltätiger Stiftungen, bestreiten die Vinzentinischen Ersthelfer ihre Projekte doch komplett durch Spenden. Dazu gehören der Meditationsgarten vor der Kirche St. Johannes in Lauflingen, Gebetspartnerschaften für Kranke und Hilfesuchende mit speziellen Fürbittbüchern, das Strickprojekt "1000 Mützen für Kliniken" und das generationenübergreifende Projekt "Oma erzählt" an der Ignaz-Demeter-Schule in Lautlingen und der Lammerberg-Realschule in Tailfingen. Zudem gibt es mittlerweile "Vinz-Unterricht" in Lautlingen, ein Seniorenchorprojekt und "Reisen ohne Koffer" mit Albstädter Seniorenheimen sowie die Bewegungsprojekte "Fit mit Susi" und Gymnastik in den Seniorenheimen.

Bleibende Eindrücke hinterlassen sichtbare Skulpturen und Bauprojekte wie der "Barmherzige Samariter" mit Begegnungsorten, Figuren und spirituellen Orten in der Acura-Klinik in Truchtelfingen und im Eingangsbereich des Zollernalb-Klinikums in Ebingen. Neben den Vinz-Begleitern waren daran vor allem Schulklassen aus Tailfingen und Lautlingen beteiligt, was besonders gut ankam. Die gemeinsame körperliche Arbeit mehrerer Generationen unter Anleitung Von Architektin Sybille Eppler und dem verstorbenen Hans Dreer machte allen Spaß und verschaffte ihnen neue Kenntnisse. Das Geschenk für Albstadt sind bleibende Orte zur Erholung und Besinnung.

Die Jubiläumsfeier am Samstag soll ohne Festreden auskommen, Grußworte dürfen in gedruckter Form mitgebracht werden – sie werden in einem Ringbuch gesammelt. Im Anschluss an den Festvortrag von Schwester Teresa sind die Gäste zu einem Imbiss und zur Begegnung eingeladen.

Die Rednerin des Jubiläumsabends ist Vinzentinerin und mehrfach ausgezeichnete Buchautorin. Für ihre Vortrags- und Autorentätigkeit hat sie 2013 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in Empfang genommen. Ob Referieren, Komponieren, Malen oder Kochen: Schwester Teresa ist ein bekanntes Multitalent, und Diakon Weimer freut sich besonders auf ihren Vortrag zum Thema "Abenteuer Christ sein", mit dem die Rednerin seine Jubiläumsgäste für eine Materie begeistern möchte, die in der säkularen Welt nicht immer präsent ist.

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