Albstadt-Ebingen. Gleich zweimal kommt das Friedenslicht aus Bethlehem in diesem Advent nach Ebingen: Der Stamm St. Martin der evangelischen Kirchengemeinde entsandte am Sonntag Mareen Raff, Isabelle Ambros, Svenja Conzelmann, Sebastian Rose, Alexander Neubert und Dominik Ambros nach Stuttgart, wo sie in der Kirche St. Elisabeth einem ökumenischen Aussendegottesdienst beiwohnten und die Flamme entgegennahmen – sie wollen sie in den Weihnachtsgottesdiensten in der Ebinger Martinskirche und in Burgfelden weitergeben.

Auf einem etwas anderen Weg ist das Friedenslicht in die katholische Heilig-Kreuz-Kirche gelangt: Emmissäre der Gemeinde hatten es am Sonntagabend aus Burladingen geholt, wohin es Burladinger Pfadfinder gebracht hatten – sie waren am Nachmittag ebenfalls in Stuttgart gewesen.

Auch das Friedenslicht von Heilig-Kreuz soll nun an andere weitergereicht werden; wer es in sein Haus holen möchte, sollte eine Kerze und einen geeigneten Behälter mitbringen.

Das Friedenslicht wird seit 1986 einige Tage vor Weihnachten in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet, und zwar von einem Kind, einem einheimischen Kind – in diesem Jahr war es ein zehnjähriger Palästinenser. Ein anderes Kind, ein "Friedenslichtkind", nimmt die kleine Flamme vor Ort in Empfang, transportiert sie in einer feuersicheren Laterne an Bord eines Flugzeugs und bringt sie nach Europa, genauer: nach Wien. Warum Wien? Weil die Idee, in der Adventszeit den Frieden in Gestalt einer Flamme aus der Geburtsstadt Jesu von Mensch zu Mensch weiterzureichen, aus der österreichischen Pfadfinderbewegung kam und das österreichische Fernsehen ORF Träger der Aktion "Licht ins Dunkel" ist.

In Wien wird das Friedenslicht feierlich an "Friedensboten" aus vielen Ländern Europas und der Welt – größtenteils Pfadfinder – übergeben. Und mit ihm die Botschaft, die in diesem Jahr "Mit Frieden gewinnen alle" lautet, aber letztlich seit 26 Jahren die gleiche ist: dass es wichtig ist, immer wieder Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu setzen – im Heiligen Land und in allen Teilen der Welt.