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Albstadt Ablassbriefe in der Martinskirche

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Passenderweise beginnt die Ausstellung der Walther-Groz-Schüler an einer Tür – und natürlich sind Thesen angeschlagen. Foto: Schwarzwälder-Bote

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Ein ganzes Schuljahr lang hat sich der Seminarkurs der Ebinger Walther-Groz-Schule mit dem Thema "500 Jahre Reformation – Luther und die Folgen" befasst – der Ertrag ihrer Arbeit ist eine Ausstellung in der Martinskirche, die am Freitag eröffnet wurde.

Albstadt-Ebingen. Für "leistungsstarke und motivierte Schüler, die gerne selbstständig arbeiten", sei der Seminarkurs der Jahrgangsstufe eins gedacht, hatten die Kursleiter Uwe Rütschle und Wolfgang Rödler in ihrer Einführung ins Thema erklärt – und solcher Schüler bedurfte es in der Tat, denn immerhin hatten die Kursteilnehmer es mit einem Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung und mit vielen verschiedenen Aspekten zu tun. Acht aus jeweils zwei oder drei Schülern bestehende Gruppen widmeten sich diesen verschiedenen Aspekten, untersuchten Ursachen, Ablauf und Folgen und der Reformation und erarbeiteten selbstständig ihren jeweiligen individuellen Beitrag zu einer Dokumentation, für die Pfarrer Walter Schwaiger die Martinskirche zur Verfügung gestellt hatte.

Außerdem unternahmen die 18- und 19-Jährigen eine dreitägige Exkursion zu den Wirkungsstätten Martin Luthers in Wittenberg, Eisenach und Leipzig. Es handelte es sich wohlgemerkt nicht um Religionsunterricht – auch Muslime waren mit von der Partie – , sondern, so Uwe Rütschle, um "die Auseinandersetzung mit einem faszinierenden historischen Thema". Die übrigens relevant für die Abitursnote ist.

"Neuer Glanz für ein altes Buch"

Zur Vernissage in der Martinskirche hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden; musikalisch umrahmt wurde sie von Kantor Steffen Mark Schwarz, der auf der Orgel Luther-Lieder spielte. Pfarrer Schwaiger sprach unter dem großen Lutherbild im Chorraum über den Bibelübersetzer Luther – "er wollte nichts anderes, als der alten Bibel zu neuem Glanz verhelfen" – und Uwe Rütschle und Wolfgang Rödler dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Danach hatten die Schüler das Wort, gaben einen Überblick über ihre Arbeit, beantworteten Fragen und führten die Gäste durch die Ausstellung – erste Station war eine Tür, an welcher Thesen angeschlagen waren. Es bestand aber auch die Möglichkeit, gegen einen Obolus einen Ablassbrief zu erwerben. Der enthielt die Erlaubnis, "einmal die Steuer zu hinterziehen" – und dürfte vermutlich ebenso wirkungslos sein wie die Ablassbriefe des Spätmittelalters, gegen die Martin Luther und seine Mit­streiter zu Felde zogen.

 
 

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Karina Eyrich

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