
Von Lothar Herzog Aichhalden. Ratsmitglied und Bürgermeisterstellvertreter Stefan Wiedmann nutzte in der jüngsten Sitzung des Aichhalder Gemeinderats die Gelegenheit, seinem Ärger Luft zu machen.Er bezog mit seinem Statement auf ein an Silvester 2011 in dieser Zeitung erschienen Interview mit dem Vorsitzenden des TSV Aichhalden, Patric Janson.
Es sei wichtig, so Wiedmann, dass es Personen in der Gemeinde gebe, die sich ehrenamtlich engagieren und als Vorstandsmitglied Verantwortung in einem Verein übernehmen und sich für ihn einsetzen.
Der Gemeinderat hingegen habe die Aufgabe, sich für das Wohl aller Bürger in der Gemeinde einzusetzen. Im Herbst 2009 sei in einer nichtöffentlichen Sitzung ohne Bürgermeister Ekhard Sekinger und der Verwaltung eine Prioritätenliste erstellt worden, welche Vorhaben mittelfristig angegangen und umgesetzt werden sollen.
Niemals einen Beschluss rückgängig gemacht
Weil es die finanzielle Situation erlaubt habe, seien zwei der insgesamt drei vorgesehenen Bauabschnitte, die Sanierung und Erweiterung der Josef-Merz-Halle, sofort in Angriff genommen worden. Nie sei ein Beschluss des Ratsgremiums rückgängig gemacht worden.
Für ihn sei es deshalb nicht nachvollziehbar und ärgerlich zugleich, in der Zeitung lesen zu müssen, der Gemeinderat handle nach der Devise Konrad Adenauers: "Was geht mich mein Geschwätz von gestern an".
Zu einer verbalen Diskussion kam es am Ratstisch allerdings nicht, da sich weder Janson selbst noch andere Räte zu Wiedmanns Statement äußerten.