
Aichhalden (lh). Die Gemeinde Aichhalden plant für die Zukunft und erweitert das Gewerbegebiet "Käppelesacker I und II" um 8,18 Hektar. Es umfasst dann eine Gesamtfläche von 29,91 Hektar.
Den erforderlichen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fällte der Gemeinderat einstimmig.
Einen Planvorentwurf stellte Sandra Graf vom Ingenieurteam Oberer Neckar (ITON) dem Rat in dessen Sitzung im vor. Demzufolge umfasst der neu hinzukommende Geltungsbereich eine Fläche von 9,13 Hektar. Er überlagert teilweise den Geltungsbereich des bestehenden Gewerbegebietes "Käppelesacker I und II" und erstreckt sich auf die Freifläche bis zur Waldmössinger Straße sowie über eine dahinter liegende Fläche, die derzeit zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt wird. Eine 0,56 Hektar große Teilfläche davon ist für die Regenwasserbehandlung und Oberflächenwasserrückhaltung vorgesehen.
Da im Flächennutzungsplan (FNP) der Verwaltungsgemeinschaft Schramberg die Ausweisung dieser Flächen nur teilweise als gewerbliche Nutzung vorgesehen sei, müsse der FNP im Parallelverfahren geändert werden, erklärte Graf. Ziel der Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes sei es, der ortsansässigen Firmengruppe Simon eine langfristige Standortsicherung mit Betriebserweiterungen zu ermöglichen. Ein kontinuierlicher Produktionsfluss sowie eine logistische Anbindung der Werke der Firma Simon durch bereits bestehende Verwaltungsstrukturen sei Grundvoraussetzung, um zukünftig erfolgreiche Prozesse in den Bereichen Produktion, Logistik und Infrastruktur zu gewährleisten.
Die geplante Erweiterung der Firmengruppe Simon, insbesondere im Sektor Hartmetall mit einem zusätzlichen Werk für BETEK, werde andererseits zu einer deutlichen Entlastung des bestehenden Schwerlastverkehrs im Bereich der Sulgener Straße führen, bekräftige die Ingenieurin.
Da sich die vorgesehenen Flächen für die Erweiterung des Gewerbegebiets größtenteils im Besitz der Firma Simon und der Kommune befänden, werde das Verfahren beschleunigt. Mit der Präsentation des Planentwurfs rechne sie deshalb schon Ende April/Anfang Mai, danach folge die Offenlegung mit einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit.
Der Satzungsbeschluss hänge im Wesentlichen davon ab, wie viele Stellungnahmen von privat und Trägern öffentlicher Belange hereinkommen. Er soll möglichst noch in diesem Jahr erfolgen, blickte Graf zuversichtlich voraus. Bürgermeister Ekhard Sekinger räumte ein, mit der geplanten Erweiterung dieses Gewerbegebietes werde ein ehrgeiziger Weg verfolgt, der allerdings erst am Anfang stehe.
Über deren Wichtigkeit brauche jedoch nicht mehr zu diskutiert werden, unterstrich der Bürgermeister und erntete eifriges Kopfnicken.