
Aichhalden - Mit einem vielseitigen Unterhaltungs-Showprogramm feierte die Narrenzunft Aichhalden am Samstag ihren traditionellen Hexenball.Die leisen Befürchtungen von Zunftpräsident Klaus Hörl, die Josef-Merz-Halle könnte durch die Konkurrenzveranstaltung in Seedorf nicht voll werden, erfüllten sich nicht. Zwar startete das Programm, bei dem die Mitwirkenden ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen durften, mit etwas Verspätung. Doch je weiter der Abend fortschritt, desto prächtiger entwickelte sich die Stimmung.
Ansager Jochen Becker begrüßte wiederum eine stattliche Anzahl von Gastzünften und Showtanzgruppen mit deren Narrenrufen
Nach der musikalischen Einstimmung des DJ-Boa-Teams mit überwiegend deutschen Partyhits zum Tanzen und Mitsingen eröffneten "Out of Control" den Programmreigen mit einem fetzigen Showtanz. Mächtig ins Schwitzen kam die Boller Garde, die ihren fein abgestimmten Marionetten-Showtanz maskiert präsentierten. Ein kleines Jubiläum durfte die Guggenmusikgruppe der "Shit Bulls" aus Wiesenstetten bei Empfingen feiern. Sie wirkten bereits zum zehnten Mal beim Hexenball mit und bliesen und trommelten zahlreiche Evergreens der Pop- und Schlagerszene aus ihren Instrumenten.
Spätestens als die Showtanzgruppe "2 Fast 4 You" der heimischen Narrenzunft auftrat, hielt es die Besucher nicht mehr auf ihren Sitzen. Die Mädels bewegten Hüfte, Beine und Oberkörper zu allen nur denkbaren Musikrhythmen und heizten die Stimmung weiter an.
Ganz in typisch bayerischem Outfit eroberte die Männertanzgruppe der Narrenzunft Boll die Herzen der weiblichen Fans im Sturm. Mit Volksmusik, Alpenrock und Hits von "Status Quo" legten sie unter dem tosenden Gekreische des Saalvolks eine sehenswerte Performance hin. Spätestens nach der Zugabe waren Schweißperlen auf der Stirn unübersehbar.
Einen finalen Schlusspunkt setzte die eigene Hexensportgruppe, die mit ihrer völlig neuen Sport-Akrobatikkür wiederholt Szenenapplaus erhielt. Hernach übernahm wieder das DJ-Boa-Team das Kommando, das mit passender Unterhaltungsmusik dafür sorgte, dass niemand zu früh nach Hause wollte.