Aichhalden Einen bislang unbemerkten Bewohner entdeckt
Schwarzwälder-Bote, 12.07.2012 20:01 Uhr
Aichhaldens Bürgermeister Ekhard Sekinger (links) mit den Naturschutzwarten vor dem Quellgebiet der Eschach. Foto: ZiechausFoto: Schwarzwälder-Bote
Aichhalden (czh). Naturschutzwarte des Albvereins besuchten die Quelle und den Unterlauf der Eschach, ein FFH-Gebiet zwischen Aichhalden und Rötenberg.
Im September 2011 waren mehrere Abschnitte des Bachlaufs von Schlamm, Hindernissen und Uferabbrüchen geräumt worden, erklärte Bürgermeister Ekhard Sekinger die Maßnahme der Gemeinde vor Ort. Die Arbeiten wurden nötig, weil die Drainagen der angrenzenden Wiesen nicht mehr richtig abzogen.
Zunächst hatte man bei einer Vorbergung schon viele Fische gesichert. An drei Tagen wurde die Bachsohle ausgebaggert und aus dem Schlamm mehrere Hundert Bachmuscheln, Bachneunaugen und Fische eingesammelt. Dabei konnten am Bannmoosgraben erstmals Bachmuscheln nachgewiesen werden.
Auch etwa 400 Meter Bachlauf am Wäldchen wurde von Hindernissen, Geäst und Uferabbrüchen gereinigt. Sekinger kündigte an, dass die Gemeinde den Bestand regelmäßig überprüfen lassen wird. Dabei hoffe man auf eine positive Entwicklung der Bestände, denn das zeige die Qualität des Wassers.
Bei der Lehrwanderung mit dem Naturschutzbeauftragten Siegfried Harr aus Zimmern-Horgen wurde auch der ehemalige Klosterweiher besichtigt, auf dessen Damm die sanierte Straße verläuft. Der Eis- und Fischweiher des Klosters Alpirsbach war 1806 aufgegeben worden und ist inzwischen bewaldet. Die Gemeinde will die Eschach am Weiherdamm wieder aufstauen und so das Landschaftsbild mit einem größeren See bereichern. Dazu müsste sie aber die nötigen Grundstücke erwerben und die Finanzierung des Vorhabens sichern.


