Aichhalden (lh). Nach mehreren Rückschlägen und Kritik bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) gab`s kürzlich doch mal ein Lob von Bürgermeister Ekhard Sekinger.Mit der Herausnahme der Änderungspunkte zur Windkraft aus der 7. punktuellen Änderung und der gleichzeitigen Überführung in die 8. punktuelle Änderung des FNP der Verwaltungsgemeinschaft Schramberg kann der für Aichhalden wichtige Bebauungsplan "Gewerbegebiet Käppelesacker I und II" alsbald Rechtskraft erlangen.

Nachdem der Gemeinderat im April dieses Jahres aufgrund der Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen einen ergänzenden Aufstellungsbeschluss gefasst hatte, beriet das Ratsgremium nun über die eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen. Wie Thomas Grözinger vom Ingenieurbüro Gfrörer erklärte, betrage die tatsächliche Neuausweisung von Gewerbeflächen im Bereich "Käppelesacker" und "Schachen/Barthleshof" insgesamt 12,34 Hektar und eine Sondergebietsfläche im Reißerweg für die Errichtung einer Hackschnitzelanlage und Parkplätzen am Sportgelände von 0,42 Hektar.

Andererseits werde eine Gewerbefläche in der Hohekreuzstraße in Hinteraichhalden von 1,01 Hektar zurückgenommen. Der Planer Michael Kammergruber vom Fachbereich Umwelt und Technik der Stadt Schramberg ergänzte, in der 7. punktuellen Änderung seien auch Ausweisungen von Positivflächen für Windkraft und Ökokonten zur Sicherung von Flora und Fauna vorgesehen.

Anfang nächsten Jahres werde man in dieser Angelegenheit nochmals auf die Gemeinde Aichhalden zukommen, in der es dann um die Windhöffigkeit und Höhe der Windenergieanlagen gehe, blickte er voraus.

Da gleichzeitig einzelne Bebauungspläne im Parallelverfahren aufgestellt worden seien, die einer schnellen Genehmigung bedürfen, die Windkraftstandorte jedoch noch eine längere Bearbeitungs- und Beratungszeit in Anspruch nähmen, werde dieser Bereich abgekoppelt und in die 8. punktuelle Änderung überführt, verriet Kammergruber.

Die zur Fortführung des Verfahrens erforderlichen Empfehlungsbeschlüsse an den gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Schramberg beschloss der Gemeinderat einstimmig. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Offenlegung des ergänzenden Entwurfs der 7. punktuellen Änderung voranzutreiben.