Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert die großzügige Aufnahme afghanischer Ortskräfte in Deutschland. Nach dem Vorstoß der Briten in dieser Frage sei die Bundesregierung nun noch stärker in der Pflicht, mahnte die Organisation. Die Regierung müsse schleunigst nachziehen und Visa erteilen. Die britische Regierung in London hatte eine Lösung für afghanische Mitarbeiter ihrer Truppen angekündigt: Wer mindestens ein Jahr für die Briten gearbeitet hat und bei Kampfeinsätzen dabei war, soll ein Fünf-Jahres-Visum bekommen können.
Beirut - Die libanesische Hisbollah-Bewegung ignoriert die Drohungen der westlichen und arabischen Staaten. Weitere Kämpfer seien auf dem Weg in das Nachbarland. Das sagte ein Mitglied der pro-iranischen Schiiten-Bewegung, kurz nachdem Außenminister der Kontaktgruppe der Freunde Syriens den Rückzug der Hisbollah-Kämpfer aus Syrien gefordert hatten. Die Außenminister elf westlicher und arabischer Staaten warben zudem eindringlich für die geplante Friedenskonferenz mit Vertretern beider Bürgerkriegsparteien.
Hannover - Der Verfassungsschutz soll auch künftig mit V-Leuten in der rechten Szene zusammenarbeiten dürfen. Zu dieser Einschätzung kommt eine Bund-Länder-Kommission zum Rechtsterrorismus. Um Ermittlungspannen wie bei der NSU-Mordserie zu verhindern, müssten jedoch der rechtliche Rahmen und die Kontrolle neu geregelt werden. Die Bundesregierung hatte die Kommission im Februar 2012 eingesetzt - als Folge der schwerwiegenden Versäumnisse im Fall NSU. Die Runde sollte Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern erarbeiten.
Tokio - Der japanische Autobauer Nissan ruft wegen eines Lenkradproblems weltweit 841 000 Autos zurück in die Werkstätten. Betroffen seien die Modelle Micra und Cube aus den Baujahren 2002 bis 2006. Bei den Fahrzeugen könne sich der Lenkradbolzen lockern. Der Fehler könne binnen einer Viertelstunde in der Werkstatt behoben werden. Der Rückruf soll Mitte Juni beginnen. In Deutschland ist mit 66 558 Exemplaren lediglich der Kleinwagen Micra betroffen, hieß es vom Unternehmen.
London - Mehrere muslimische Gruppen in Großbritannien haben den mutmaßlichen Terrorangriff auf einen Soldaten in London aufs schärfste verurteilt. Eine solche barbarische Tat habe keinerlei Basis im Islam, hieß es vom britischen Muslimrat. Alle Menschen und Gruppen, egal ob muslimisch oder nicht, müssten nun zusammenhalten. Die Polizei müsse dafür sorgen, dass keine Spannungen hochkochten. Bei dem mutmaßlichen Terrorangriff war gestern ein Soldat unter anderem mit einem Fleischerbeil ermordet worden. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden von der Polizei angeschossen.
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