Frankfurt/Main (dpa) – Unsicherheiten über die US-Geldpolitik und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den Aktienmärkten weltweit einen Dämpfer verpasst. Der deutsche Leitindex Dax schloss 2,10 Prozent tiefer bei 8351,98 Punkten, was den prozentual größten Tagesverlust seit dem 17. April bedeutet. Der Kurs des Euro stieg auf 1,2938 US-Dollar.
18:20Pro Asyl fordert großzügige Aufnahme afghanischer Ortskräfte
Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert die großzügige Aufnahme afghanischer Ortskräfte in Deutschland. Nach dem Vorstoß der Briten in dieser Frage sei die Bundesregierung nun noch stärker in der Pflicht, mahnte die Organisation. Die Regierung müsse schleunigst nachziehen und Visa erteilen. Die britische Regierung in London hatte eine Lösung für afghanische Mitarbeiter ihrer Truppen angekündigt: Wer mindestens ein Jahr für die Briten gearbeitet hat und bei Kampfeinsätzen dabei war, soll ein Fünf-Jahres-Visum bekommen können.
18:01Hisbollah schickt weiter Kämpfer nach Syrien
Beirut - Die libanesische Hisbollah-Bewegung ignoriert die Drohungen der westlichen und arabischen Staaten. Weitere Kämpfer seien auf dem Weg in das Nachbarland. Das sagte ein Mitglied der pro-iranischen Schiiten-Bewegung, kurz nachdem Außenminister der Kontaktgruppe der Freunde Syriens den Rückzug der Hisbollah-Kämpfer aus Syrien gefordert hatten. Die Außenminister elf westlicher und arabischer Staaten warben zudem eindringlich für die geplante Friedenskonferenz mit Vertretern beider Bürgerkriegsparteien.
17:28Experten empfehlen Einsatz von V-Leuten mit strengerer Kontrolle
Hannover - Der Verfassungsschutz soll auch künftig mit V-Leuten in der rechten Szene zusammenarbeiten dürfen. Zu dieser Einschätzung kommt eine Bund-Länder-Kommission zum Rechtsterrorismus. Um Ermittlungspannen wie bei der NSU-Mordserie zu verhindern, müssten jedoch der rechtliche Rahmen und die Kontrolle neu geregelt werden. Die Bundesregierung hatte die Kommission im Februar 2012 eingesetzt - als Folge der schwerwiegenden Versäumnisse im Fall NSU. Die Runde sollte Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern erarbeiten.
17:04Lenkradproblem: Nissan ruft weltweit mehr als 800 000 Wagen zurück
Tokio - Der japanische Autobauer Nissan ruft wegen eines Lenkradproblems weltweit 841 000 Autos zurück in die Werkstätten. Betroffen seien die Modelle Micra und Cube aus den Baujahren 2002 bis 2006. Bei den Fahrzeugen könne sich der Lenkradbolzen lockern. Der Fehler könne binnen einer Viertelstunde in der Werkstatt behoben werden. Der Rückruf soll Mitte Juni beginnen. In Deutschland ist mit 66 558 Exemplaren lediglich der Kleinwagen Micra betroffen, hieß es vom Unternehmen.