Neu Delhi - Die Zahl der Flutopfer in Indien und Nepal ist auf über 200 gestiegen. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren, nachdem heftige Regenfälle zahlreiche Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst hatten. Doch der andauernde Monsunregen erschwert die Hilfe. Im Norden Indiens sitzen noch immer 62 000 Pilger und Touristen fest. Seit Sonntag starben allein im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand rund 150 Menschen, wie der Sender NDTV berichtete.
Berlin - Bei einer Demonstration gegen Abschiebungen von Flüchtlingen hat es am Berliner Flughafen Tegel Ausschreitungen und Festnahmen gegeben. Zwei Polizisten seien dabei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Wie viele viele Festnahmen es gab, ist noch unklar. Rund 60 Menschen hätten zunächst friedlich demonstriert, so der Sprecher.
New York - Mit angeblich neuen Beweisen für einen Raketenabschuss wollen ehemalige Ermittler die Untersuchung eines Flugzeugabsturzes 1996 vor New York mit 230 Toten neu aufrollen. Eine Radar-Untersuchung zeige, dass es eine starke Explosion am Rumpf gegeben habe, schreiben die sechs Ex-Ermittler nach Medienberichten in einem Bericht. Das spreche zusammen mit anderen Beweisen dafür, dass der Absturz durch einen Raketenabschuss und nicht - wie von der Behörde als wahrscheinlich angegeben - durch einen Kurzschluss verursacht worden sei.
Moskau - Auch nach dem G8-Gipfel hält Russland an der umstrittenen Lieferung von S-300-Flugabwehrsystemen an Syrien fest. Die UN-Vetomacht respektiere bestehende Verträge, sagte Außenminister Sergej Lawrow im Staatsfernsehen. Bislang seien die Verträge noch nicht in vollem Umfang umgesetzt. Moskau betont, Waffenlieferungen an den Partner Damaskus verletzten nicht internationales Recht, da es kein Embargo gebe. Der Minister warnte zudem erneut vor Waffenlieferungen an die Gegner von Präsident Baschar al-Assad.
Herat - Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat sich für Friedensgespräche mit den afghanischen Taliban ausgesprochen. Voraussetzung sei aber, dass die radikalislamischen Aufständischen die Verfassung Afghanistans anerkennen und sich vom Terrornetz Al-Kaida distanzieren, sagte de Maizière in der westafghanischen Provinzhauptstadt Herat. Dort war er zuvor mit dem afghanischen Verteidigungsminister Bismillah Khan Mohammadi und seinem italienischen Kollegen Mario Mauro zusammengekommen.
Wissen, wo man herkommt: Soll im Schulunterricht vermehrt die Sensibilität für Natur und Traditionen geweckt werden?
